Bio-Imker-Honig

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Andreas Vent-Schmidt, Pabstthum 3a, 16818 Karwe, Telefon: 033925-900035, E-Mail: imker@vent.net

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Wie erkenne ich Honig von hoher Qualität?

Eine wirklich sichere Aussage über die Qualität von Honig kann nur durch eine Analyse im Labor erstellt werden. Durch die Messung verschiedener Parameter, wie Wassergehalt, elektrischer Leitfähigkeit, Invertase-Aktivität (Invertase ist ein Enzym, das Saccharose in Fructose und Glucose aufspaltet) oder HMF-Gehalt (Hydroxymethylfurfural). Diese und andere Daten geben Ausschluß über die Herkunft, Zusammensetzung und den Zustand des Honigs. Es ist damit möglich zu bestimmen, ob der Honig erhitzt wurde oder mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln belastet ist. Ein Beispiel dafür ist Streptomycin, ein Antibiotikum, welches häufig in mexikanischem Honig, aber auch in deutschem Obsthonig aus konventionellem Obstbau enthalten ist.

Honigkauf ist weitgehend Vertrauenssache.

Einige Sinnesprüfungen können Sie natürlich selbst durchführen: Geruch, Farbe, Geschmack, Konsistenz. Schmeckt der Honig aromatisch oder einfach nur süß? Ist die Farbe sortentypisch? Paßt die Konsistenz? Mit einem nach Wochen noch flüssigen Rapshonig stimmt garantiert etwas nicht...

Aber beim Thema Inhaltsstoffe oder gar unerwünschte Rückstände sind Sie darauf angewiesen, dem Imker Ihres Vertrauens schlichtweg zu glauben. Natürlich können Sie den gekauften Honig in ein Labor schicken und untersuchen lassen, aber dann sind Sie nicht nur das Glas los, sondern bekommen außerdem noch eine Rechnung vom Labor, deren Höhe Sie erstaunen lassen dürfte.

Natur ist gut — öko ist besser

Wußten Sie, daß Bio-Imker alle Trachtquellen — also auch evtl. Felder mit konventionellem Ackerbau — im Umkreis von 3 km ihres Standortes ermitteln und angeben müssen? Bei zu vielen Gefahrenherden (z.B. Anbaukulturen, die gespritzt werden) droht die Aberkennung der Zertifizierung als Bio-Betrieb.

Beim Kauf von Honig aus ökologischer Bienenhaltung sind die Risiken, mit Rückständen belasteten oder sonstwie minderwertigen Honig zu kaufen, um ein Vielfaches geringer. Bio-Betriebe werden im Gegensatz zu konventionellen Imkern regelmäßig und gründlich geprüft. Sie haben außerdem ein Eigeninteresse an einer „friedlichen“, also gentechnik- und giftfreien Umgebung.

Wie erhalte ich die Qualität des Honigs?

Richtige Lagerung

Honig sollte immer dunkel, trocken und kühl gelagert werden. Verschließen Sie immer das Glas sorgfältig (luftdicht), denn Honig verhält sich ab einer bestimmten Luftfeuchtigkeit hygroskopisch. Das bedeutet, er hat die Tendenz, Wasser aus der Luft aufzunehmen und anzusammeln. Der Wassergehalt des Honigs nimmt dann zu. Überschreitet er einen Wert von ca. 20%, besteht die Gefahr, daß der Honig anfängt zu gären und damit verdirbt.

Richtig gelagerter Honig hält sich über Jahre. Unser Honig aber nicht, denn er schmeckt so gut, daß er schon viel früher aufgegessen ist ;-)

Hitze vermeiden

Wenn Honig eines nicht vertragen kann, ist es Wärme. Was oft übersehen wird: es kommt auf das Zusammenspiel von Dauer und Höhe der Temperatur an. Eine dauerhafte Temperatureinwirkung von vielleicht 30°C ist ebenso schädlich, wie eine kurze Erhitzung auf 60°C. Stellen Sie Honig deshalb nicht in die Sonne.

Honig im Tee ist ein bewährtes Hausmittel bei Erkältung. Lassen Sie den Tee bis auf Trinktemperatur abkühlen, bevor Sie den Honig dazugeben und trinken Sie ihn dann zügig. Auf diese Weise werden nur wenige Inhaltsstoffe des Honigs zerstört.

Erwärmen Sie Honig ansonsten niemals über 38°C.

Stand: 30.03.2007, © 2007-2017 Andreas Vent-Schmidt, alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt.
Die Bezeichnung „Bio-Imker-Honig“ sowie das dazugehörige Logo sind eingetragene Warenzeichen.