Bio-Imker-Honig

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Gestochen scharf — mein Imker-Blog

 

07.06.2008

Bildung eines Freiluft-Kunstschwarms

In der ökologischen Bienenhaltung ist es wichtig, möglichst alle Aspekte des Bienenlebens so naturnah wie möglich zu gestalten. Das gilt vor allem auch für die Vermehrung von Bienenvölkern. Wenn man die Bienen "machen läßt", werden sie irgendwann schwärmen, denn das ist die natürliche Form der Verbreitung und Vermehrung der Honigbiene.

Ein echter Schwarm ist zwar ein beeindruckendes Schauspiel, hat aber für den Imker den entscheidenden Nachteil, daß der Schwarm eingefangen werden muß, will man die Bienen nicht verlieren. Das ist aber oft nicht möglich, z.B. wenn der Schwarm in großer Höhe und/oder an unzugänglichen Stellen hängt.

Aus diesem Grund gibt es schon lange Methoden, den Schwarmakt künstlich nachzubilden. Dabei werden Bienen schlicht und einfach in einen Sammelbehälter gefegt, wo sie sich gefälligst zu einem neuen Volk zusammenfinden sollen. Das tun aber nicht alle Bienen, sondern kehren statt dessen zum Ursprungsvolk zurück. Will man das verhindern, muß man die Bienen für drei Tage und Nächte in einem dunklen, kühlen Raum "lagern", damit sie die Orientierung verlieren und sozusagen gezwungen werden, sich dem Schwarm zugehörig zu fühlen. Das ist die sog. "Kellerhaft".

Ein solcher Zwang ist für uns nicht akzeptabel. Deshalb verwenden wir die Methode des sogenannten Freiluft-Kunstschwarms. Er wurde 1941 eher zufällig von Guido Sklenar entdeckt. Der wesentliche Unterschied besteht darin, daß man den Bienen die Wahl läßt, ob sie sich dem (Kunst-)Schwarm anschließen wollen, oder nicht.

Es wird dabei die Königin aus dem Volk genommen und in einem Käfig an ein Brett gehängt. Dieses Brett ist an einer Schnur aufgehangen, die über einen Ast o.ä. gelegt ist. Dadurch kann man das Brett nach und nach immer höher ziehen - in dem Maße, in dem die Schwarmtraube wächst.

Freiluft-Kunstschwarm in der Anfangsphase

Die schwarmwilligen Bienen sammeln sich als Traube um die Königin

Bei dieser Methode fliegen die schwarm-unwilligen Bienen sofort zu ihrem Heimatstand zurück, während die schwarmwilligen bei der Königin bleiben und sich fast wie ein echter Schwarm fühlen.

Am Abend wird das Brett ganz nach oben gezogen. Der Kunstschwarm verbringt die Nacht als Traube im Freien - genau wie es ein echter Schwarm in der Regel macht.

Am nächsten Morgen kann man den Schwarm in eine neue Beute schlagen - ohne Kellerhaft, ohne Streß. Der Kunstschwarm benimmt sich exakt wie ein echter Schwarm und beginnt sofort zu bauen - ein gutes Zeichen und der Anfang eines neuen Volkes.

 

28.04.2008

Winter gut überstanden

Das sieht gut aus! Heute habe ich endlich die erste Frühjahrsdurchsicht machen können. Eigentlich ein bißchen spät, aber ich vertrete ja den Standpunkt: weniger ist mehr. In dem Fall weniger Störung im zeitigen Frühjahr.

Die Völker sehen gut aus. Bei zweien bin ich mir nicht sicher, ob die Königin noch lebt, aber das wird sich zeigen. Ich suche die Königin so gut wie nie aus dem Volk (wenn ich sie nicht unbedingt brauche, z.B. für einen Ableger). Wenn ich sie nicht sehe, dann eben nicht. Meist kann man die Weiselrichtigkeit (= Vorhandensein einer gesunden, begatteten Königin) am Verhalten des Volkes und dem Vorhandensein (oder eben der Abwesenheit) von "Brut in allen Stadien" erkennen.

Jedenfalls bin ich froh, vom Bienen-Massensterben verschont geblieben zu sein. Ich habe nur 1 Volk durch Varroose verloren, 1 weiteres durch die Ameisen (s. frühere Einträge in diesem Blog). Alle verbliebenen Völker sehen kräftig und gesund aus.

Meine Arbeiten an den Völkern beschränken sich jetzt auf das Entfernen der untersten Zarge, in allen Fällen brut- und futterfrei, also praktisch leer ist. Obenauf kommt eine Zarge mit neuen Leerwaben und Rähmchen bzw. Mittelwänden, damit die Bienen bauen und Nektar eintragen können - denn das ist es, was sie jetzt wollen.

 

02.04.2008

Honig ausverkauft

Seit heute ist der Honig aus der vergangenen Saison in unserem Online-Shop ausverkauft. Wir haben noch eine gewisse Restmenge, aber die ist für das Kräutergartenfest der Mosaik Werkstätten für Behinderte gGmbH am 17. und 18. Mai in Berlin reserviert. Dort werden wir mit einem Stand vertreten sein.

Wir danken unseren Kunden für das Vertrauen und natürlich vor allem für den Kauf des Honigs... ;-)

 

15.11.2007

Preissenkung für Honig

Mit Beginn der Wintersaison haben wir wieder unsere Honigpreise gesenkt. Alle, die darauf schon gewartet haben, sollten jetzt nicht zu lange zögern, denn die Winterpreissenkung bedeutet immer auch, daß der Honig irgendwann ausverkauft ist...

 

30.09.2007

Alles bereit zum "Winterschlaf"

Das Bienenjahr neigt sich dem Ende zu. Alle Völker, die nicht genügend eigenen Honig als Wintervorrat hatten, wurden mit Bio-Winterfutter versorgt. Die Kästen mache ich schon lange nicht mehr auf - die Bienen brauchen jetzt und den ganzen Winter ihre Ruhe. Einzige Ausnahme: bei fünf Völkern habe ich einen recht hohen Varroa-Befall festgestellt. Diese Völker werden im Winter, wenn sie brutfrei sind, mit Oxalsäure behandelt.
Bleibt nur noch abzuwarten, wie der Winter wird und vor allem: sich auf das nächste Jahr zu freuen.

 

17.06.2007

Ein großer Schwarm wird eingefangen

Neue Bienenbeute mit eingeschlagenem Bienenschwarm

Frisch eingeschlagener Schwarm in neuer Beute. Im Hintergrund die Schwarmfang-Kiste

Die meisten Schwärme, die an meinem Bienenstand fallen, muß ich ziehen lassen, weil sie sich viel zu hoch in den Bäumen ansetzen. Da komme ich nicht ran und will auch keinen Unfall riskieren, nur um einen Schwarm zu fangen.

Aber manche setzen sich auch in einer für mich erreichbaren Höhe an. So auch dieser stattliche Schwarm von ca. 4 kg Gewicht. Er saß in der Robinie des Nachbarn in etwa 3,50 m Höhe und war dort mit einer Leiter gut erreichbar.

Das Foto zeigt den frisch eingeschlagenen (so nennt der Imker das "Einquartieren" des Schwarms in die neue Beute) Schwarm. Die Bienen auf dem Anflugbrett sterzeln, d.h. sie erzeugen mit den Flügeln einen Luftstrom, der aus dem Beuteninneren nach außen zieht. Am Sterzeln kann ich erkennen, daß sich die Königin in der Beute befindet - was nach dem Einschlagen des Schwarms nicht unbedingt selbstverständlich ist.

 

21.05.2007

Zu Hause ist es doch am schönsten...

Heimkehrender Schwarm an der Beute

So sieht es aus, wenn tausende Bienen gleichzeitig nach Hause kommen...

Das habe ich noch nicht erlebt: ein Volk schwärmt aus und kehrt nach etwa 30 Minuten wieder nach Hause zurück. Und das 3 Mal! Nach dem 2. Mal hatte ich das Volk sogar durchgesehen und Schwarmzellen entfernt (die habe ich Pflegevölkchen gegeben). Trotzdem ist das Volk nach etwa einer Woche wieder ausgeschwärmt und wieder heimgekehrt.
Normalerweise kehrt ein Volk beim Schwärmen wieder heim, wenn die Königin verlustig geht oder flugunfähig ist (z.B. durch einen beschnittenen Flügel, was aber in der Bio-Imkerei Tabu ist). Diese Königin stammt aus dem Jahr 2006 und ist völlig gesund und munter. Sie legt auch sehr fleißig Eier. Nur schwärmen will sie eben nicht. Naja, mir soll's recht sein...

 

14.05.2007

Schwache Frühtracht-Ernte durch anhaltende Trockenheit

Durch das anhaltend schlechte Wetter im April, vor allem die Trockenheit, ist unsere erste Frühtracht-Ernte recht bescheiden ausgefallen. Bei Trockenheit können die Pflanzen keinen oder nur wenig Nektar bilden, weswegen in der Folge auch weniger Nektar von den Bienen gesammelt werden kann.

Kleiner Trost: der Honig ist sehr köstlich. Er wird in etwa 2 Wochen hier im Online-Shop zur Verfügung stehen.

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Stand: 29.12.2013, © 2007-2017 Andreas Vent-Schmidt, alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt.
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