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Seltsames Massensterben von Bienenvölkern - Zusammenhang mit Gentechnik?

An der Ostküste der USA bereits 70% der Völker verloren / Phänomen greift auch nach Deutschland über

Seit Ende 2006 berichten Imker aus den USA von einem äußerst mysteriösen und geradezu gruseligen Massensterben von Bienenvölkern. Zehntausende Bienenbeuten (die Wohnungen der Bienen) werden verlassen aufgefunden. Die wenigen zurückgebliebenen Bienen leiden oft an vielen bekannten Krankheiten gleichzeitig und sind teilweise von Pilzen befallen.

Besonders unheimlich ist die Tatsache, daß die leeren Beuten nicht, wie sonst immer zu beobachten, von Fraßschädlingen wie der Wachsmotte befallen werden. Diese "Resteverwerter" der Natur scheinen den Wabenbau der befallenen Beuten zu meiden.

Noch gibt es keine Erklärung für das Phänomen - wohl aber ernsthafte Besorgnis, zumindest in den USA. Abgesehen vom enormen wirtschaftlichen Schaden, der kaum vernünftig in Zahlen gefaßt werden kann, stellt das möglicherweise bevorstehende Verschwinden der Honigbiene eine Gefahr für Natur, Umwelt und damit für die Existenz des Planeten dar, die kaum ermessen werden kann.

In Deutschland hält sich das Interesse an dieser Katastrophe bisher in Grenzen.

Zusammenhang mit Gentechnik?

Auffällig ist die Tatsache, daß besonders stark diejenigen Bundesstaaten betroffen sind, in denen massiv gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben bisher keinen Zusammenhang zwischen Agro-Gentechnik und schädlichen Wirkungen auf Bienen belegt - aber auch nicht ausgeschlossen.

Das Problem solcher Untersuchungen ist die enorme Komplexität des Geschehens in der Natur. Wir Menschen glauben, die Zusammenhänge zu kennen und daher auch "passende" Versuchsanordnungen aufbauen zu können. Wenn die Versuche dann keinen Sinn ergeben, aber in der Praxis eben doch die Bienen sterben, wundern wir uns.

Eine Untersuchung zur Wirkung von Bt-Mais auf Bienen, die von Prof. Hans-Hinrich Kaatz an der Universität Halle durchgeführt wurde, brachte zum Beispiel das Ergebnis, daß die Sterblichkeit von Arbeiter-Bienen, die mit Nosema (ein seit langem bekannter Krankheitserreger) infiziert waren, höher lag, wenn diese Bienen gleichzeitig mit gentechnisch verändertem Pollen gefüttert wurden (Quelle: Deutsches Bienenjournal 4/2007).

Solange ein Zusammenhang zwischen gentechnisch veränderten Organismen und dem Bienensterben nicht auszuschließen ist, muß der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen sofort gestoppt werden.

Das gilt sinngemäß auch für alle anderen Maßnahmen zum "Pflanzenschutz", wie etwa das Spritzen von hochgiftigen Substanzen, Beizen von Saatgut usw., die den Boden dauerhaft vergiften und hunderte Arten von Insekten, Mikroben und Kleintieren umbringen.

Neben den Problemen, die durch das Aussterben einer Vielzahl von Insekten, vor allem der Bienen, zu erwarten sind, nimmt sich der globale Klimawandel wie eine unbedeutende Schwierigkeit aus.

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Stand: 29.12.2013, © 2007-2017 Andreas Vent-Schmidt, alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt.
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