Bio-Imker-Honig

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Sofortiges Verbot von Glyphosat in der Landwirtschaft!

Neuprüfung der Zulassung in der EU und in Deutschland steht an

Glyphosat ist wesentlicher Bestandteil und Hauptwirkstoff von Breitband-Herbiziden. Es gelangt über Futtermittel auch in die Nahrungskette des Menschen und steht im Verdacht, Mißbildungen und Krankheiten wie Parkinson zu verursachen. Deshalb gehört es verboten.

In der konventionellen Landwirtschaft, insbesondere im Soja- und Maisanbau (u.a. als Futtermittel), werden Breitband-Herbizide eingesetzt. Das sind Pflanzengifte, die unspezifisch wirken. D.h. sie töten nicht nur eines oder wenige bestimmte »Unkräuter«, sondern wirken generell auf alle Pflanzen toxisch (sicherlich mit einigen Ausnahmen) – sie sind sozusagen eine chemische Rundum-Waffe. Das bekannteste Produkt aus dieser Gruppe heißt zynischerweise (aber folgerichtig) »Round Up«. Breitband-Herbizide würden also auch die Nutzpflanze töten oder stark schädigen, wenn man das Gift nicht nur vor der Aussaat, sondern auch während des Wachstums der Nutzpflanze ausbringen würde.

Genau das will aber der Landwirt: jederzeit das Gift spritzen können, um nachwachsendes »Unkraut« zu bekämpfen. Selbstverständlich hat auch der Hersteller des Herbizids gegen diese Praxis nichts einzuwenden…

Damit das funktioniert, ist die Landwirtschafts-Industrie schon vor Jahren auf die perfide Idee gekommen, mittels Gentechnik die Nutzpflanzen gegen das Gift unempfindlich zu machen. Das ist seither gängige Praxis. Genveränderte Pflanzen und Breitband-Herbizide gehen eine unheilvolle und äußerst gefährliche Allianz ein: die genmanipulierten Pflanzen überstehen als einzige das Spritzen mit Round Up und anderen Breitband-Herbiziden. Der großzügigen Anwendung des Giftes steht nichts mehr im Weg. Bequemer geht Pflanzenproduktion nicht mehr. Am Ende liefert der Landwirt nicht nur genmanipulierte, sondern auch noch herbizidverseuchte Futter- oder Nahrungsmittel, die diese Bezeichnungen eigentlich nicht mehr verdienen.

Eine Untersuchung der Universität Leipzig kommt zu dem Ergebnis, daß Glyphosat die Mineralienaufnahme bei Wiederkäuern behindert und es in der Folge zu Mißbildungen und Verhaltensstörungen (Parkinson beim Menschen) kommt.

Eine schädliche Wirkung auf andere Organismen, unter anderem auch auf Bienen, ist aus der allgemeinen Erfahrung heraus anzunehmen. Ganz abgesehen davon, daß die Praxis der bequemen Landwirtschaft mit der chemischen Keule auch grundsätzlich nichts ist, was ein Bio-Imker gutheißen kann.

Im kommenden Jahr gibt es Gelegenheit, diesen Teufelskreis zu durchbrechen: 2014 steht eine Neuprüfung der Zulassung von Glyphosat an. Wir können diese Chance nutzen, um ein Verbot dieser gefährlichen Substanz zu erwirken. Sie können ganz einfach dazu beitragen: unterzeichnen Sie online die Petition für ein Verbot von Glyphosat. Es dauert nur wenige Augenblicke und kostet Sie nichts. Die Petition wurde vom Jungimker Robert Jahn gestartet – vielen Dank dafür! Hier geht es direkt zur Petition.

Vielen Dank!

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Stand: 29.12.2013, © 2007-2017 Andreas Vent-Schmidt, alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt.
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