Bio-Imker-Honig

Keine Agro-Gentechnik!

Andreas Vent-Schmidt, Pabstthum 3a, 16818 Karwe, Telefon: 033925-900035, E-Mail: imker@vent.net

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Keine Gentechnik in der Landwirtschaft!

Was haben Sie eigentlich gegen den Fortschritt?

...werde ich manchmal gefragt. Die Antwort ist einfach:

Agro-Gentechnik ist gefährlich und nutzlos.

Wenn jeglicher Fortschritt nur um des Fortschritts willen gut wäre, dürfte auch gegen die Atombombe nichts einzuwenden sein... Man muß also differenzieren, wie eigentlich immer im Leben. Ich werde meine Behauptung aus dem vorigen Absatz beweisen. Vorher noch eine Abmachung: der Einfachheit halber werde ich nachfolgend nicht immer „Grüne Gentechnik“ oder „Agro-Gentechnik“ schreiben, aber immer ausschließlich diese meinen. Gegen Weisse und Rote Gentechnik habe ich nichts. Wie schon gesagt: immer schön differenzieren!

Gentechnik ist gefährlich

Auch viele konventionelle Imker sind gegen Gentechnik. Aber den meisten von ihnen geht es nur um Eigeninteressen. Sie fragen sich, ob sie den Honig als genverändert kennzeichnen müssen, ihr Absatz darunter leidet oder was die Pollenuntersuchung wohl kostet.

Bio-Imker denken eher an das Wohl der Natur. Ein Hauptproblem beim Einsatz gentechnisch veränderter Organismen (GVO) in der Landwirtschaft ist die ungewollte Auskreuzung der Pflanzen. Das passiert, wenn der GVO-Samen auf Nicht-GVO-Pflanzen übertragen wird, z.B. auf andere Kulturpflanzen oder auf Naturpflanzen. Das ist deswegen ein Problem, weil...

Bei gentechnisch veränderten Fischen gibt es bereits das Problem, daß aus einer Farm ausgebrochene Fisch-Männchen für wildlebende Weibchen attraktiver (weil größer) sind — leider sind sie unfruchtbar. Eine effizientere Methode zur Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten hat es bisher nicht gegeben.

Die Existenz dieses Problems der Auskreuzung wird auch von GVO-Befürwortern nicht bestritten. Allerdings behaupten diese, man könne ungewollte Auskreuzung verhindern. Jeder vernünftig und logisch denkende Mensch muß aber zu dem Schluß kommen, daß dies unmöglich ist.

Denn: DAS Urprinzip der Evolution ist die Verbreitung und Neu-Kombination von Erbgut. Die gesamte Pflanzen- und Tierwelt, alle Pracht des irdischen Lebens basiert auf dem ebenso einfachen wie seit Jahrmillionen bewährten Grundsatz: Verbreite Deine Gene!. Das Leben als solches ist darauf aus, sich selbst zu erhalten, zu verbreiten und neu zu kombinieren.

Und jetzt kommt der Mensch daher und will dieses geradezu göttliche Prinzip mit Randstreifen(!!) um die Felder verhindern. Die Diskussion geht nur noch darum, ob die Streifen 60 oder 150 Meter breit sein sollen. Wer glauben wir eigentlich, das wir sind?

Gentechnik ist nutzlos

An diesem Gipfelpunkt der menschlichen Borniertheit könnte man die Betrachtung eigentlich beenden. Aber spätestens jetzt kommen die Gentechnik -Konzerne mit ihren „unschlagbaren“ Argumenten:

  1. Gentechnik bringe mehr Ertrag und helfe daher, den Hunger in der Welt zu lindern
  2. Gentechnik vermindere den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln
  3. Gentechnik sichere die Existenz von Landwirten und unterstütze Bauern in Entwicklungsländern

Das erste Argument läuft von selbst ins Leere, denn schon heute wird weltweit doppelt soviel Nahrung produziert, wie zur Ernährung der Welt nötig ist. Das Problem ist nicht die Menge der Nahrungsmittel, sondern deren Verteilung. Und wenn 70% der Welt-Maisernte für Chips und Popcorn in den Industrienationen draufgehen, stimmt am ganzen System etwas nicht.

Das zweite Argument ist schlichtweg falsch. Tatsächlich tritt das Gegenteil ein. Durch den Einsatz von GVOs entstehen sog. „Super-Unkräuter“, die gegen bisherige Herbizide resistent sind. Als Folge müssen noch mehr und stärkere Chemikalien eingesetzt werden.

Das dritte Argument kann nur als Hohn bezeichnet werden. Die Agro-Gentechnik ist ein Instrument zur Rationalisierung. Bestenfalls werden Landwirte an die Saatgut-Konzerne geknebelt: da modernes GVO-Saatgut Pflanzen hervorbringt, deren Samen nicht mehr keimungsfähig sind, muß der Bauer jedes Jahr aufs neue das Saatgut kaufen (das übrigens mit Patenten belegt ist). Früher konnte er einen Teil der Ernte zur Saatgutgewinnung verwenden. Gerade in Entwicklungsländern ist das das zynische Gegenteil von Unterstützung und Existenzsicherung.

Der einzige „Nutzen“ der Agro-Gentechnik besteht in enormen Profiten für eine Handvoll Konzerne.

Übrigens ist längst erwiesen (und mit etwas Nachdenken auch logisch), daß allein der ökologische Landbau Arbeitsplätze schafft und erhält, weil er eben arbeits- statt technologieintensiv ist.

Wenn Sie mehr zur Agro-Gentechnik wissen wollen, besuchen Sie die entsprechenden Websites, die ich Ihnen in der Rubrik „Andere Websites“ zusammengestellt habe.

Bio-Imker sind Naturschützer — keine Gentechnik in der Landwirtschaft!

Stand: 30.03.2007, © 2007-2017 Andreas Vent-Schmidt, alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt.
Die Bezeichnung „Bio-Imker-Honig“ sowie das dazugehörige Logo sind eingetragene Warenzeichen.